Bundwerkstadel

Baujahr: 2001

1842 wurde der repräsentative Bundwerkstadel in Aich errichtet. Mit sauber gefügtem Bundwerk auf drei Seiten, zwei symetrischen, fünf Meter hohen Tennendurchfahrten und einem zweigädigen Getreidekasten auf der Nordseite zeugt er vom Wohlstand und Kunstsinn der Bauernfamilie, die ihn als landwirtschaftlichen Zweckbau zur Lagerung von Getreide, Heu und Stroh gebaut hat. Die Landwirtschaft im „Aicher Gütl“ wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegeben und so blieb der Stadel original erhalten und wurde nicht den Erfordernissen der immer größeren Maschinen angepasst.

1998 – 2000 wurde der Stadel zu einem Wohngebäude für 2 Familien umgenutzt. In enger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden wurde nach dem Leitgedanken des „Haus im
Haus“ ein Mauerwerksbau in den Holzstadel eingefügt. Der Charakter des Stadels, die innenräumliche Wirkung der Tennendurchfahrten und die Einfachheit der alten Baukonstruktion waren Vorbild für alle neuen Einbauten, die deutlich als neue Zutaten erkennbar sind.
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